Wende in der Wende?

Die Bundesnetzagentur vergibt die Berechtigung Wind- und Solaranlagen zu bauen und die dazugehörigen Förderzusagen mit Hilfe von Auktionen.

Die Ergebnisse der neuesten Auktion wurden gerade veröffentlicht. Die Presse interessiert sich im Allgemeinen nicht dafür, obwohl die Zahlen interessant sind.

Einer der Glaubenssätze ist heute, dass alles immer billiger wird. Gerade Solarfans sind davon häufig überzeugt. Wenn man die Auktionsergebnisse anschaut, gerät in Zweifel. Im folgenden Diagramm sind die mittleren, gewichteten Zuschlagswerte über der Zeit aufgetragen. Es scheint so, dass die Kosten sich einem Grenzwert nähern.

Bei den Windanlagen sieht es kritischer aus. Bereits zum dritten Mal sind die Auktionen unterzeichnet. Obwohl 700 MW ausgeschrieben wurden, wurden nur knapp 500 MW angeboten.

Die Anzahl der Gebote geht zurück.

Die Gebotsmenge, also die angebotenen MWs, gehen zurück.

Nur der Strompreis geht nicht zurück. Auch hier scheint man sich einem Grenzwert zu nähern.

Bei der Windausschreibung war das maximal zulässige Gebot 6,2 ct/kWh. Es hat aber auch jemand mit 5,2 ct/kWh angeboten. Da die Auktion aber um 30% unterzeichnet war, hätte dieser Bieter auch mit 6,2 ct/kWh einen Zuschlag erhalten. Viel Geld verschenkt.

Mit diesem Zubau sind natürlich die Ziele für die Erneuerbaren Energien nicht erreichbar.

Man kann viel spekulieren, warum es bei den Windanlagen Probleme gibt.

Windanlagen haben höhere Risiken als Solaranlagen. Vielleicht gibt es nicht mehr genug Risikokapital.

Anwohner haben in der Regel gegen Solaranlagen keine Einwände. Bei jedem neuen Windpark bildet sich jedoch sofort eine Bürgerinitiative, die das Projekt mit oft jahrelangen Klagen verhindern will. Das ist eine Erfahrung, die die Erbauer konventioneller Anlagen schon lange kennen.

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