Verfall der Sitten?

Die SPD hat jetzt den Vorschlag gemacht, dass Anwohner von Windpark finanziell an diesen beteiligt werden. Man hofft dadurch die Klagen der Anwohner zu verhindern.

Es gab immer schon Vorwürfe an Kläger (meistens Naturschutzverbände), dass sie sich ihr Klagerecht in einem Vergleich abgekauft haben lassen. Diese haben sich gegen diese Vorwürfe vehement gewehrt.

In der Öffentlichkeit würde ein solches Verhalten nicht sehr günstig beurteilt. Ob ein derartiges Verhalten nicht sogar gegen die guten Sitten verstösst, wage ich nicht zu beurteilen.

Es werden gemäss einer Umfrage nur 20% der Windparkprojekte beklagt.

Nehmen wir mal an, dass dann niemand mehr klagt. Was bedeutet das dann?

Den Menschen, die aus Naturschutzgründen geklagt haben, war ihr eigener Geldbeutel wichtiger als die Natur. Es geht ihnen gar nicht um den Naturschutz.

Viele Menschen behaupten, dass sie gesundheitliche Probleme durch die Windturbinen haben. Wenn diese Menschen auf Klagen verzichten, kann der gesundheitliche Schaden wohl nicht sehr groß gewesen sein.

Die SPD unterstellt also den Klägern im Grunde, dass ihre Klagegründe nur vorgeschoben oder eingebildet sind.

Zu mindestens hat keine der Kläger ehrenwerte Gründe, denn ehrenhafte Gründe wird sich man ja nicht abkaufen lassen.

Ob man damit Wählerstimmen gewinnt, wage ich zu bezweifeln.

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