Keine Ahnung

In der Regionalpresse hieß es, dass die Landesregierung keine Informationen habe über den Füllstand der Erdgasspeicher. Auch die Landesbehörde für Rohstoffe könne keine Auskunft geben. Am nächsten Tag hieß es, dass man inzwischen einige Daten habe, aber noch keine Übersicht.

Die EU hat aber bereits vor einiger Zeit eine Regelung erlassen, dass solche Daten veröffentlicht werden müssen. Daher gibt es eine Webseite, auf der man alle Daten findet:

 Gasspeicher

Wie man so etwas findet? Googlen!

Sanktionen und Käse

Sanktionen, die zu einem Abbruch der Wirtschaftsbeziehungen führen, treffen in der Regel die kleinen Leute. Ob ein Politiker sich durch Sanktionen getroffen fühlt, ist doch sehr zweifelhaft. Finanzielle Einbußen beeindrucken eher nicht. Sich von Sanktionen nicht erschrecken zu lassen, wird eher als Nichterpressbarkeit interpretiert.

Damit Sanktionen wirken, muss der Umweg über die kleinen Leute genommen werden. Wenn die kleinen Leute ihre Arbeit verlieren oder die Lebenshaltungskosten stark steigen, kann dies zu Unruhen führen und dies die Regierung in Schwierigkeiten bringen. Nur sind die kleinen Leute in der Regel vollkommen unschuldig an der Misere, die sie ausbaden müssen.

Sanktionen können aber auch Rohrkrepierer sein.

Vor einigen Jahren gab es bereits Sanktionen gegen Russland. Daraufhin hat Russland mit dem Importverbot von deutschem Käse reagiert. Das war schlecht für unsere Milchbauern. Einer der Gründe, der zur Milchkrise führte. Eine große deutsche Molkerei hat daraufhin ca. 20 Millionen in eine Käsefabrik in Russland investiert und produziert den Käse einfach vor Ort.

Die Russen haben jetzt Käse und die deutschen Bauern den Käse.

Wo geht das Erdgas hin?

Vor kurzem hörte ich im Internet, dass Deutschland sich durch die Energiewende in die Erdgasabhängigkeit von Russland begeben habe.

Wer verbraucht eigentlich das Erdgas in Deutschland?

Für die Stromversorgung gingen 2020 14% des Erdgases drauf. Dass war aber schon 2010 so.

Der Verbrauch der Industrie ist in den 10 Jahren von 34% auf 36% gestiegen, der der Haushalte von 32% auf 31% gefallen. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verbrauchen konstant 12% und die restlichen 7% bzw. 8% landen in der Fernwärme.

Zwei Drittel verbrauchen die Haushalte und die Industrie. Diese von Erdgas auf eine andere Quelle umzustellen, dauert sehr lange.

Rapallo 2-das Ende

Ich habe mich immer gefragt, warum für die USA Nordstream 2 eine so wichtige Sache ist. Zurzeit ist die Pipeline nicht unbedingt notwendig. Die bestehenden Pipelines reichen für die jetzt benötigten Mengen an Gas aus. Es wurde immer damit argumentiert, dass die Pipeline Deutschland von Russland abhängig macht und dass das verhindert werden soll. Woher diese übergroße Fürsorge? Eine Warnung an Deutschland sollte eigentlich ausreichen. Stattdessen überzieht man die Beteiligten mit Sanktionen.

Deutschland ist natürlich schon längst von den Gas- und auch Öllieferungen aus Russland abhängig. Andererseits sind die Deviseneinnahmen aus diesen Geschäften für Russland wichtig.

Das meiste Gas geht durch die Transgas-Pipeline durch die Ukraine, die Slowakei und Tschechien. Die Ukraine kassiert dafür 1,8 Mrd. Euro pro Jahr. Das macht zwar 5% des Staatshaushaltes aus, ist aber für große Länder aus der Portokasse zu bezahlen.

Warum ist Nordstream 2also  so wichtig? Ich glaube, dass Nordstream 2 ein Symbol ist für die zunehmende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland ist.

Die USA, die sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als einzige übriggebliebene Weltmacht sah, sieht ihre Position von mehreren Seiten bedroht. Im Osten winkt China mit seiner größer werdenden Wirtschaft. In Eurasien gibt es die EU und die Gefahr einer „Zusammenarbeit“ der EU (hauptsächlich Deutschland) mit Russland.

Die Ukraine ist ein armes, von korrupten Oligarchen kontrolliertes Land. Eigentlich sollte man erwarten, dass sich niemand für so ein Land interessiert. Es gab aber erstaunlich viel Aktivitäten der USA in dem Land bis hin zum Sohn des jetzigen US-Präsidenten. Das Land ist selbst nicht wichtig. Es kann aber als Mittel dienen auf Grund seiner geografischen Lage.

Wer sind also die Gewinner und Verlierer der jetzigen Auseinandersetzung?

Russland gehört sicherlich zu den Verlierern. Aber Russland sah sich vermutlich schon vorher als Verlierer. In seiner Sicht hat sich die Position vielleicht nicht geändert. Man orientiert sich künftig vermutlich mehr Richtung Süden. Mit dem Iran wurde gerade ein Abkommen für strategische Zusammenarbeit abgeschlossen. Geschichte spielt für das Denken der Menschen immer eine erstaunliche Rolle und aus russischer Sicht kam aus dem Westen wieder mal nichts Gutes.

Die Ukraine gehört sicherlich auch zu den Verlierern. Die USA werden keinen Finger für die Ukraine rühren. Die USA kaufen Rohöl von Russland. Ob dies eingestellt wird, ist fraglich. Die Oligarchen werden whrscheinlich in den USA Asyl erhalten. Ihr Geld ist vermutlich schon da.

Deutschland gehört auch zu den Verlierern. Wir werden das an der Gas- und Stromrechnung sehen. Die USA hat uns gezeigt, das eigenmächtiges Handeln keine gute Idee ist.

Die anderen EU-Länder haben keinen Vorteil, auch wenn die Polen vielleicht dies glauben. Aus historischen Gründen glauben Polen, dass eine Zusammenarbeit von Deutschland und Russland immer auf ihre Kosten geht.

Der einzige Gewinner sind die USA. Die Entwicklung läuft zu ihren Gunsten. Erst der EU-Austritt des UK, jetzt die Zerstörung des deutsch-russischen Verhältnisses. Die Bedeutung der EU bleibt limitiert und man kann sich jetzt wieder China zuwenden.

Das Boomproblem

Verbrauchsgüter und Investitionsgüter unterscheiden sich unter anderem durch die Lebensdauer der Produkte. Brot ist nach 2 Tagen in der Regel gegessen. S-Bahnwagen halten in Berlin schon mal 80 Jahre und länger. Deshalb ist die Wirtschaft für Verbrauchsgüter einfacher zu handhaben. Für Brot gibt eine kontinuierliche Nachfrage. Bei Investitionsgütern gibt es öfter einen Boom und dann wieder eine Flaute. Die Firmen müssen die Flaute überstehen und möglichst kein geschultes Personal entlassen.

Für die Energiewende sollen jetzt 70 GW Gas oder GuD-Kraftwerke installiert werden. Dazu noch einige Millionen Wärmepumpen und das alles bis 2030.

Niemand stellt und/oder untersucht die Frage, ob die industriellen Kapazitäten dafür ausreichen, vor allem, wenn man das nicht nur in Deutschland, was ziemlich sinnfrei wäre, sondern weltweit machen will.

Wenn man die Kapazitäten gewaltig erhöht, ist dies vielleicht möglich. Nur ab 2030 werden diese Kapazitäten nicht mehr benötigt. Die explodierende Nachfrage und das abzusehende Ende des Booms werden mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Preisexplosion führen.

Im Idealfall wäre die industrielle Produktionskapazität gerade so hoch, dass immer genug Nachfrage nach Ersatz vorhanden ist. Beispiel: Wir installieren jedes Jahr 12 GW Gaskraftwerke in Deutschland. Dann hätten wir 2030 die geforderten 100 GW. Im Jahr 2031 ersetzen wir dann die 8 Jahre alten Anlagen und so weiter. Dummerweise ist die Lebensdauer der Gaskraftwerke viel länger. Bei kontinuierlicher Produktion muss die Produktionsmenge pro Jahr [in %] gerade der reziproke Werte der Lebensdauer sein und die geforderte installierte Menge ist erreicht nach der Lebensdauer. Da Gaskraftwerke bei geringer Auslastung sicher 40 Jahre laufen können, müsste man dann 1,8 GW jedes Jahr installieren und erreicht nach 40 Jahren die geforderten 70 GW. Dann gibt es jedes Jahr 1,8 GW Ersatzbedarf.

Das ist aber keine Lösung.

Da die Energiewende aber markwirtschaftlich gehandhabt wird, muss man die Privatwirtschaft dazu bringen diese gewaltigen Investitionen zu stemmen und das geht wiederum vermutlich nur mit viel Geld, wenn überhaupt.

Die Alternative einer „Kriegswirtschaft“ steht wohl nicht zur Diskussion.

Ja mach Dir einen Plan…

Der Bundeswirtschaftsminister hat seine Pläne für den Ausbau der erneuerbaren Energien bekanntgegeben. Ich rechne solche Pläne gerne selbst auf Plausibilität durch.

Ich nehme die Zahlen aus dem Jahr 2020 und extrapoliere auf das Jahr 2030 nach den Vorgaben des Ministers.

Bei den Biomasse- und Hydrokraftwerken wird sich nicht viel ändern. Also nehme ich die Zahlen von 2020 (Biomasse 40 TWh, Hydro 26 TWh) auch für das Jahr 2030.

54,1 GW Solaranlagen haben 2020 46 TWh erzeugt. Sie soll auf 200 GW ausgebaut werden. Also nehmen wir für 2030 200/54,1×46 = 170 TWh.

54,8 GW Onshore-WKA haben 103 TWh erzeugt. Sie sollen auf 100 GW ausgebaut werden.

Für 2030 erhalten wir damit 188 TWh.

7,74 GW Offshore-WKA haben 26 TWh gebracht. Der Ausbau auf 30 GW bringt uns rechnerisch 105 GW.

In der Summe erhalten wir 2030 (40 + 26 + 170 + 188 + 105) = 529 TWh.

Wie viel 80% der Stromerzeugung sind, hängt natürlich davon ab, wie viel 100% sind. Das Ministerium gibt eine Bandbreite an und errechnet daraus eine Zielkorridor von 544 – 600 TWh.

Dieser wird aber nach meiner Rechnung nicht erreicht.

Meine Rechnung setzt voraus, dass der erzeugte Strom sofort verbraucht werden kann. Dies ist bei den großen Erzeugungsleistungen aber nicht der Fall. Dafür sind 10 GW Elektrolyseure vorgesehen. Bei der Speicherung und Umwandlung in Strom treten jedoch Verluste auf, die die 529 TWh weiter reduzieren.

10 GW Elektrolyseleistung reicht aber nicht immer aus, um den überflüssigen Strom aufzunehmen. Es wird auch Strom abgeregelt werden müssen. Damit werden die 529 TWh noch weiter reduziert.

Mit diesem Plan erwarte ich, dass 80% Strom aus EE nicht erreicht werden.

Die Farbe macht’s

Die Corana-Infektionszahlen werden in den Qualitätszeitungen bzw. ihren Online-Portalen immer in einer schönen bunten Grafik dargestellt. Welche Farbe wird gewählt? Natürlich rot, aber ich glaube, dass es mehr mit der Farbe des Blutes als mit Politik zu tun hat.

Nur sehen die Grafiken sehr unterschiedlich aus. Manche sehen bedrohlicher aus als andere. Wenn ich raten sollte, welche Grafik aus FR, SPON,SZ oder Zeit stammt, würde ich falsch liegen.

Merit-Order, uniform pricing und pay as bid

Auf einer Webseite der Stadtwerke Flensburg wird der Merit-Order-Effekt gut beschrieben.

Zitat:

Um eine dauerhafte und sichere Energieversorgung von Unternehmen und Haushalten zu gewährleisten, wird Strom in Deutschland durch produzierende Kraftwerke bereitgestellt. Welches Kraftwerk dabei als erstes seinen Strom ins Netz einspeisen darf, legt die sogenannte Einsatzreihenfolge fest.

Diese wird an der Strombörse durch den Preis bestimmt, den die einzelnen Kraftwerksbetreiber für ihre Stromerzeugung verlangen. Um eine wirtschaftlich optimale Stromversorgung darzustellen, beginnt die Einsatzreihenfolge mit dem Kraftwerk, das den niedrigsten Preis bietet. Danach werden in aufsteigender Reihenfolge so viele Stromerzeugungsanlagen ausgewählt, bis der Strombedarf komplett gedeckt ist. Den Strompreis bestimmt letztendlich das letzte bzw. teuerste Kraftwerk in der Einsatzreihenfolge, das für die Stromversorgung benötigt wird. Diesen sogenannten „Market-Clearing-Price“ erhalten dann alle Kraftwerke, die an der Strombereitstellung beteiligt sind. Der Strompreis wird dabei an der Strombörse für jede einzelne Stunde des Folgetages (Day-Ahead-Markt) bestimmt. Diese preisorientierte Einsatzreihenfolge wird als „Merit-Order“ bezeichnet.

Zitatende

Dass alle Anbieter den gleichen Preis erhalten, nennt man auch „uniform pricing“. Für jemanden, der ein Kraftwerk betreibt das niedrige Kosten hat, ist dies eine gute Lösung, weil er etwas verdient. Wer jedoch nur Kraftwerke besitzt, die als letzte den Zuschlag erhalten, wird kaum auf seine Vollkosten kommen. In der Regel haben große Anbieter nicht nur einen Typ von Kraftwerken.

Der Preis schwankt über den Tag je nach Nachfrage. Wie stark die Preise schwanken, hängt vom Unterschied zwischen den Preisangeboten ab. Bisher waren die Unterschiede nicht so riesig. Wenn jedoch die teuersten Kraftwerke (heute sind das Gaskraftwerke) einen sehr hohen Preis haben, können sehr starke Preise entstehen.

Wenn Gaskraftwerke immer zum Zuge kommen und einen Strompreis haben, der ein Mehrfaches der anderen Kraftwerke beträgt, für dies zu einem sehr hohen Strompreis, obwohl nur wenige Kraftwerke den Strom zu diesem hohen Preis angeboten haben. Die billigeren Kraftwerke verdienen sich dumm und dämlich und der Verbraucher muss diese hohen Gewinne bezahlen.

Es gibt auch keine andere Möglichkeit. Jeder Anbieter bekommt den Preis, den er geboten hat. Man nennt dies „pay as bid“. Bei den Auktionen für Solar- und Windanlagen wurden beide Varianten ausprobiert.

Wenn der Strommarkt auf „pay as bid“ umschalten würde, vermute ich, dass der Strompreis stark sinkt.

Gaspreis explodiert-Ökostromanbieter pleite

Wie bitte? Ökostrom wird doch nicht mit Gas gemacht und Sonne und Wind können den Preis nicht erhöhen.

Ökostromanbieter sind häufig billiger als andere Anbieter und sie liefern zu 100% Ökostrom. Das hier liefern nicht den physikalischen Prozess meint, sollte klar sein.

Ich hatte bereits 2017 festgestellt, dass die Ökostromanbieter keinen Solarstrom in ihrem Portfolio haben. Zumeist kaufen sie Wasserkraftstrom ein. Daher war meine Idee, dass sie langfristige Lieferverträge mit Wasserkraftwerken abschließen. Wasserkraft hat den Vorteil, dass sie praktisch wetterunabhängig ist.

Jetzt explodieren die Preise am Spotmarkt, d.h. an der Börse und einige Ökostromanbieter melden Insolvenz an. Die Begründung sind die hohen Preise am Spotmarkt.

Wenn sie aber 100% Wasserkraft direkt beim Erzeuger einkaufen, wieso sind die Preise am Spotmarkt jetzt ein Problem?

Das Geschäftsmodell ist wohl ein ganz anderes.

Die größeren Versorger kaufen den Strom (zu mindestens einen großen Teil) direkt beim Erzeuger mit langfristigen Verträgen. Wenn ich den Strom lange im Voraus zu einem garantierten Preis kaufe, muss ich in der Regel einen Aufschlag bezahlen. Daher sind die Versorger etwas teurer.

Wenn mein Geschäftsmodell jedoch darauf beruht, dass ich kurzfristig an der Börse einkaufe, kann ich billiger sein, wenn der Preis an der Börse im Durchschnitt niedriger ist als der Preis für langfristige Verträge. Das war wohl bisher der Fall.

An der Börse kann man aber nur «grauen»Strom kaufen. Dieses Problem kann man lösen, indem man Zertifikate kauft. Deren Preise sind extrem niedrig.

Jetzt explodieren aber plötzlich die kurzfristigen Preise. Die Ökostromanbieter müssen liefern und haben keine andere Chance als am Spotmarkt einzukaufen. Da die Preise derzeit extrem hoch sind, halten es die Ökostromanbieter mit diesem Geschäftsmodell nicht lange durch.

Gasexplosion

Die Strompreise an der Leipziger Börse (und im Rest von Europa) «explodieren» seit Anfang September 2021. Lag der Preis für eine MWh in der Regel bei 50 Euro, so liegt er jetzt bei 150 Euro. Wie lässt sich das erklären?

Der Preis, der für alle gilt, wird festgelegt durch den Preis des letzten Kraftwerks, das noch einen Zuschlag bekommen hat. Wenn nicht gerade sehr große Einspeisungen durch Wind und Sonne da sind, sind dies Kraftwerke, die mit Gas gefeuert werden.

Die Grenzkosten eines gasgefeuerten Kraftwerkes lassen sich leicht abschätzen. Als erstes sind da die Brennstoffkosten. In den letzten Jahren war der Gaspreis bei ca. 20 Euro / MWh; jetzt liegt er bei 80 Euro / MWh. Da ein Gaskraftwerk höchstens 60% der Energie des Gases (gemessen in MWh) in Strom (gemessen auch in MWh) umwandeln kann, beträgt der Brennstoffanteil bei den Stromkosten 80 / 0.60 = 133 Euro / MWh.

Dazu kommen noch die Kosten für die CO2-Zertifikate. Ein Zertifikat für eine Tonne CO2 kostet zurzeit ca. 60 Euro. Eine Tonne CO2 entspricht 2,5 MWh Strom. Also erhöht das Zertifikat die Kosten pro MWh um 60 / 2,5 = 24 Euro / MWh.

Damit ergeben sich in Summe Stromgestehungskosten von 157 Euro / MWh. Dies ist durchaus ein Preis, der an der Börse erreicht wird.

Alle anderen Kraftwerke haben niedrigere Kosten und erzielen Gewinne. Bisher war der Abstand vom Gaskraftwerk zu den anderen nicht so groß. Jetzt hat er sich aber stark vergrößert.

Ein Kernkraftwerk hat Grenzkosten in der Höhe von 20 bis 40 Euro / MWh. Aber auch sie bekommen für ihren Strom an der Börse die 157 Euro und verdienen nochmal viel Geld.

Jetzt wird aber nicht jeder Strom an der Börse gehandelt. Die Versorger decken sich zum Teil für Jahre im Voraus durch langfristige Verträge ein. Etwa 50% des Stroms geht über die Börse.

Kritisch wird es für kleine Stromhändler, die keine langfristigen Verträge haben und davon ausgegangen sind, dass sie kurzfristig billiger einkaufen können. Die Rechnung ging bei einem englischen Händler nicht auf und er stellte die Lieferung ein.