Mogelpackung?

Die Regierung hat beschlossen, dass die EEG-Zulage demnächst abgeschafft wird.

Was ist die EEG-Zulage?

Es gibt zwei Mechanismen, die die EEG-Zulage erzeugen. Bevor die Auktionen für Solar- und Windkraftanlagen eingeführt wurden, erhielten alle Anlagen eine garantierte Vergütung. Die Bundesnetzagentur verkaufte den Strom an der Börse. Manchmal machte sie dabei Gewinn, aber meistens Verluste. Diese Verluste muss der Stromkunde durch die Zulage ersetzen.

Seitdem es Auktionen für neue Anlagen gibt, müssen die Betreiber ihren Strom selbst vermarkten. Wenn Sie dabei Verluste machen, werden Ihnen diese durch die sogenannte Marktprämie ersetzt. Wenn Sie Gewinne machen, dürfen sie diese Gewinne behalten.

In den letzten Jahren lag der Strompreis an der Börse in der Regel bei circa 5 Cent pro Kilowattstunde. Die garantierten Vergütungen lagen aber etwas darüber.

In den letzten Wochen bis Monate lag der Strompreis an der Börse aber bei ca. 20 Cent pro Kilowattstunde und dort wird der Strompreis nach aller Wahrscheinlichkeit auch bleiben.

Für die Bundesnetzagentur bedeutet dies, dass ihre Verluste immer geringer werden. Auch für die Betreiber der neueren Anlagen tritt der Fall, dass sie die Marktprämie erhalten, immer seltener ein.

Der gestiegene Preis an der Börse führt also dazu, dass die Zulage langsam verschwindet.

Dies bedeutet aber letzten Endes keine Entlastung für den Stromkunden, denn die Reduzierung der Zulage kommt dadurch zustande, dass die Strompreise steigen. Sollten trotzdem noch Zahlungen notwendig sein, so werden sie über Steuern finanziert.

Die Betreiber der Anlagen werden also in der Zukunft größere Einnahmen haben. Diese höheren Einnahmen kommen vom Stromkunden.

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