Immer billiger?

Einige Produzenten haben angekündigt, dass sie bei den Ausschreibungen für Solaranlagen auf staatliche Förderung verzichten wollen. Von einigen Solar-Fans und Journalisten wird dies als Indiz genommen, dass der Solarstrom noch billiger geworden ist.

Das kann so sein, muss aber nicht.

Bei der letzten Ausschreibung erhielt man noch einen Zuschlag bei einem Gebot von 5.15 ct/kWh.

Die staatliche Förderung, die sogenannte Marktprämie, früher EEG-Zulage genannt, kompensiert die Differenz zwischen dem Strompreis an der Börse und dem Zuschlagswert. Ist der Preis an der Börse niedriger als 5,15 ct/kWh, dann erhält der Betreiber eine staatliche Förderung, die Marktprämie.

Ist der Preis an der Börse höher als 5,15 ct/kWh erhält der Betreiber nur den Börsenpreis.

Im letzten halben Jahr lag der Preis an der Börse etwa 5,2 ct/kWh. Die staatliche Förderung kann sich auf zwei Arten verringern. Der Zuschlagswert bei den Ausschreibungen sinkt (zuletzt stiegen sie eher an) oder der Strompreis an der Börse steigt.

Der Preis an der Börse hängt vom teuersten Stromproduzenten ab, der noch einspeisen darf. Dies führt dazu, dass bei viel Wind der Preis sinkt, weil die teuren Produzenten wie Gaskraftwerke aus dem Markt gedrängt werden.

Durch den Kernenergie- und Kohleausstieg werden aber die billigen Produzenten aus dem Markt genommen, so dass ausser Wind und Solar nur noch die teuren Gaskraftwerke übrigbleiben.

Man muss daher damit rechnen, dass die Börsenpreise weiter steigen werden.

Wind- und Solarkraftwerke brauchen dann keine staatliche Förderung mehr, weil der Strompreis bereits so hoch ist, dass sie ausreichend Gewinn machen.

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