Der letzte macht das Licht aus.

Die Akademie der Wissenschaften hat bereits 2017 eine wenig beachtete Studie zur Energieversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050 vorgelegt. Danach brauchen wir auch bei 100% erneuerbaren Energien noch Reservekraftwerke von 100’000 MW. Dies sollen alles Gaskraftwerke sein. Wir haben zurzeit etwa 28’000 MW an Gaskraftwerken. Davon stammen aber viele noch aus den 70er Jahren. Nimmt man mal optimistisch an, dass 20’000 MW auch in der Zukunft brauchbar sind, dann müssen noch 80’000 MW in den nächsten 30 Jahren hinzugebaut werden.

Siemens könnte sicherlich ohne grosse Probleme Aufträge für 60’000 MW bekommen. Das wären dann 2000 MW pro Jahr bzw. 4 Kraftwerksblöcke pro Jahr. Damit wäre das Kraftwerksgeschäft von Siemens gut ausgelastet. Hinzu käme ja auch noch hier und da ein Kraftwerk im Rest der Welt.

Wenn man das deutsche Modell auf den Rest der Welt übertragen würde, würden gigantische Mengen an Reservekraftwerken auf Gasturbinenbasis nötig.

Bei Siemens scheint man weder an das eine noch an das andere zu glauben und möchte das Kraftwerksgeschäft loswerden.

Interessanterweise soll das Windturbinengeschäft an das abzuspaltende Kraftwerksgeschäft abgegeben werden. Auch hier scheint Siemens keine Zukunft zu sehen.

Es könnte natürlich auch so sein, dass bei Siemens die Zukunft immer im nächsten Quartal ist.

Ich habe in meinem Berufsleben immer versucht, Siemens Aufträge im Kraftwerksgeschäft wegzunehmen, aber das haben die Kollegen nicht verdient.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.