Das zunehmende Nichtsein…

Ich bin Gasthörer in Philosophie. In der letzten Woche haben wir für die ersten drei Sätze aus David Humes «Traktat über die menschliche Natur» 90 Minuten gebraucht. Man lernt wirklich Sätze sehr genau zu lesen.

Heute lese ich im Spiegel etwas von «zunehmenden Überflutungen unserer Städte». Grund für die zunehmenden Überflutungen ist der kommende Klimawandel.

Wenn etwas zunehmen soll, muss es zuerst existieren. Etwas das nicht existiert, kann nicht zunehmen.

Werden unsere Küstenstädte denn bereits regelmässig vom Meerwasser überflutet? Mir ist das nicht bekannt. Manchmal gibt es schwere Gewitter mit Starkregen, so dass das Wasser erstmal auf der Straße stehen bleibt. Aber das gab es auch zu meiner Jugend schon.

1 Gedanke zu „Das zunehmende Nichtsein…

  1. Da muss man jetzt sehr genau untersuchen, was mir dem von Ihnen zitierten Textschnipsel gemeint ist. Ohne den Textzusammenhang in der Quelle ist das schwer.

    1. Welche Städte sind mit „unsere“ gemeint?Deutsche, europäische oder Städte weltweit?

    2. Setzt der Ausdruck „zunehmend“ voraus, dass das Ereignis vorher regelmäßig stattfand, oder reicht „bisher schon mindestens einmal“?

    3. Worauf werden die Überflutungen im Spiegel-Artikel zurückgeführt?
    Da gibt es mehrere Möglichkeiten:

    a) zu viel Entnahme von Grundwasser, was die Absenkung der Großstädte und damit eine verstärkte Überflutungefahr zur Folge haben kann

    b) die Ausbreitung der Besiedlung in Richtung überflutungsgefährdete Küstengebiete

    c) der Anstieg des Meeresspiegels, verursacht durch die globale Erwärmung

    d) eine vom Klimawandel verursachte Zunahme von Starkregenfällen, bei denen die Aufnahmekapazität der Abwasserkanäle überschritten wird.

    Zwei der hier aufgelisteten Begründungen für Überflutungen kämen auf das Konto des Klimawandels, zwei nicht.

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