Archiv der Kategorie: Wissenschaft

Prof. Dr. Stefan Rahmstorf und ich…

Ich bin durch einen Link auf das Blog von Deutschland bekanntesten Klimaforscher Prof. Dr. Stefan Rahmstorf gestossen. Die Diskussionen über den Klimawandel, die er dort führt, ermüden mich zu schnell. Aber ich bin auf eine interessante Anmmerkung gestossen. Prof. Dr. Rahmstorf hat manchmal die Schule geschwänzt. Das habe ich nicht gemacht, weil meine Eltern bereits genug Sorgen hatten.

Aber er hat trotzdem ein Einser-Diplom in Physik gemacht. Das haben wir etwas gemeinsam. Ich habe auch ein Einser-Diplom in Physik. (siehe unten der Beweis)

Warum ich das noch nie erwähnt habe? Weil ca. 88% alle Physiker in Deutschland ein Einser-Diplom haben.

Warum Herr Prof. Dr. Rahmstorf das nicht erwähnt, weiß ich nicht.

Mit 20 Euro die Menschheit retten

Manchmal denke ich, dass die Welt doch verdammt kompliziert ist. Aber dann liest man in der Zeitung, wie simpel die Dinge doch manchmal sind.

Zur Rettung der Welt soll die CO2-Steuer dienen. Die Steuer soll den Verbrauch steuern (kommt das Wort Steuer von steuern?). Jetzt gibt es eine Studie, dass der ärmere Teil der Bevölkerung von der Steuer profitiert. Das habe ich nicht erwartet, da der ärmere Teil meistens in den schlechter isolierten Häusern wohnt.

Es werden nur die Reichen belastet und zwar im Durchschnitt mit 20 Euro im Monat. Nicht zu früh gefreut, denn im Jahr 2030 (in 11 Jahren) kann es auf 40 Euro im Monat ansteigen.

Da werden die Reichen aber aufstöhnen und dann sofort ihr Haus isolieren, für 20’000 Euro eine Wärmepumpe anschaffen und nur noch mit dem Bus fahren.

Was man doch mit 20 Euro im Monat alles erreichen kann.

Der letzte macht das Licht aus.

Die Akademie der Wissenschaften hat bereits 2017 eine wenig beachtete Studie zur Energieversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050 vorgelegt. Danach brauchen wir auch bei 100% erneuerbaren Energien noch Reservekraftwerke von 100’000 MW. Dies sollen alles Gaskraftwerke sein. Wir haben zurzeit etwa 28’000 MW an Gaskraftwerken. Davon stammen aber viele noch aus den 70er Jahren. Nimmt man mal optimistisch an, dass 20’000 MW auch in der Zukunft brauchbar sind, dann müssen noch 80’000 MW in den nächsten 30 Jahren hinzugebaut werden.

Siemens könnte sicherlich ohne grosse Probleme Aufträge für 60’000 MW bekommen. Das wären dann 2000 MW pro Jahr bzw. 4 Kraftwerksblöcke pro Jahr. Damit wäre das Kraftwerksgeschäft von Siemens gut ausgelastet. Hinzu käme ja auch noch hier und da ein Kraftwerk im Rest der Welt.

Wenn man das deutsche Modell auf den Rest der Welt übertragen würde, würden gigantische Mengen an Reservekraftwerken auf Gasturbinenbasis nötig.

Bei Siemens scheint man weder an das eine noch an das andere zu glauben und möchte das Kraftwerksgeschäft loswerden.

Interessanterweise soll das Windturbinengeschäft an das abzuspaltende Kraftwerksgeschäft abgegeben werden. Auch hier scheint Siemens keine Zukunft zu sehen.

Es könnte natürlich auch so sein, dass bei Siemens die Zukunft immer im nächsten Quartal ist.

Ich habe in meinem Berufsleben immer versucht, Siemens Aufträge im Kraftwerksgeschäft wegzunehmen, aber das haben die Kollegen nicht verdient.

Hartgesottene im Ruhestand

«Wir müssen Wissenschaftler bestärken, sich im öffentlichen Diskurs stärker einzubringen», sagt die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Warum sollten das Wissenschaftler tun? Der öffentliche Diskurs ist ja nicht gerade von sachlicher Argumentation geprägt. Wenn der Wissenschaftler mit seinen Ein- und Ansichten das vertritt, was die Politik, die Presse und die Öffentlichkeit gerne hören wollen, dann kann das für ihn sicherlich nützlich sein. Aber was hat die Öffentlichkeit davon?

Im Physikjournal berichteten vor einiger Zeit zwei Professoren, dass man ihnen nicht mehr zuhört, wenn sie etwas vortragen, was dem Publikum nicht gefällt. Eine argumentative Auseinandersetzung findet nicht statt.

Ich habe vor kurzem einiges über den österreichischen Physiker und Philosophen Ernst Mach gelesen. Er war und ist ein hochangesehener Mann (Machsches Prinzip, Mach-Zahl, Machscher Kegel, alles nach ihm benannt), aber er lehnte die Existenz von Atomen ab. «Haben Sie eins gesehen?», pflegte er Vertreter der Atomtheorie zu fragen.

Wie würde es ihm heute ergehen? Die Presse würde ihm zum «Atomleugner» ernennen, die Bundesregierung würde vor seinen Irrlehren warnen, Forschungsmittel bekäme er keine mehr und die Presse würde sein Privatleben durchsuchen.

Das ist nur was für hartgesottene Wissenschaftler im Ruhestand.

Vorzeitig gestorben! Aber wie lange?

In der Presse liest man fast täglich von vorzeitigen Todesfällen durch Luftverschmutzung. Woher weiß man aber, ob jemand vorzeitig gestorben ist? Vor allem würde mich interessieren, um wieviel die Menschen vorzeitig gestorben sind.

Man vergleicht die durchschnittliche Lebensdauer von Personengruppen und rechnet dann auf die Anzahl vorzeitiger Todesfälle um.

Es wird aber verschwiegen, dass die Umrechnung sehr problematisch ist. Man weiß nicht, ob sie richtig ist. Auf der Seite «unstatistik.de» wird das kritisiert.

Ein Beispiel: es gibt drei Zwillingspärchen Au, Ab, Bu, Bb, Cu und Cb. Die mit dem zweiten Buschstaben «u» leben in einer unbelasteten Gegend, die mit dem «b» in einer belasteten Gegend. Sie erreichen folgendes Lebensalter: Au 79, Ab 78, Bu 80, Bb 79, Cu 81 und Cb 80 Jahre. Die Menschen in der belasteten Gegend leben im Schnitt 1 Jahr weniger. Daraus werden 3 vorzeitige Todesfälle errechnet.

Bei einer anderen Messung ergibt sich für drei Zwillingspärchen: Au, Ab, Bu Bb werden 79 Jahre alt, Cu 81 und Cb 78 Jahre. Im Durchschnitt leben die belasteten 1 Jahr weniger und es werden ebenfalls 3 vorzeitige Todesfälle berechnet. In Wirklichkeit ist aber nur eine Person vorzeitig gestorben.

Wie man sieht ist die Berechnung durchschnittlicher Verkürzung der Lebenszeit sinnvoll, aber daraus die Anzahl vorzeitiger Todesfälle zu berechnen, doch sehr zweifelhalft.

Pest oder Cholera?

Gestern sah ich (im Fernsehen) zwei Forscherinnen, die in den französischen Alpen Insekten fingen. Nach ihrer Aussage nimmt die Anzahl der Insekten dort nicht ab. In Deutschland hat man in der Krefelder Insektenstudie das Gegenteil festgestellt.

Die Krefelder Insektenstudie hat aber keine Einflussfaktoren auf die Abnahme der Insekten finden können.

Es fällt auf, dass etwa 2003-2004 das Insektensterben sich beschleunigt hat. Üblicherweise ist der erste Verdächtige das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Der Gebrauch von Glyphosat ist aber zu diesem Zeitpunkt nicht angestiegen.

Es fällt aber auf, dass das Insektensterben parallel mit dem Ausbau der Windenergieanlagen verläuft. Um festzustellen, ob da überhaupt ein Zusammenhang sein kann, sollte man zuerst eine grobe Abschätzung der Mengen machen.

Dankeswerterweise hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Literaturstudie durchgeführt (www.dlr.de/tt/fluginsekten).

Es ist bekannt, dass tote Insekten auf den Rotorblättern zu bis zu 50% Leistungseinbuße führen können. Man war bisher der Meinung, dass Insekten nur bis 30 m fliegen und das auch nur wenn kein Wind weht.

Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass Insekten, wenn sie sich neue Brutplätze suchen, sehr hoch fliegen können und starke Winde bevorzugen. In der Studie wird eine konservative Abschätzung über die Menge der getöteten Insekten gemacht. Das Ergebnis ist 1200 t pro Jahr. Dies könnte einen signifikanten Einfluss auf die Insektenpopulation haben.

So eine Studie kann eigentlich nur der Anfang sein. Man müsste sich die Sache doch detaillierter ansehen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit lehnt aber eine Förderung weiterer Forschung ab.

Nur mal als Gedankenspiel: es stellt sich heraus, dass die Windenergieanlagen für das Insektensterben verantwortlich sind. Wir haben also die Wahl zwischen Zusammenbruch das Ökosystems (Insektensterben) oder Aussterben der Menschheit (Klimawandel). Früher sagte man, Pest oder Cholera.

Da ja üblicherweise auf das überlegene deutsche Vorsorgeprinzip verwiesen wird, müssten wir eigentlich alle Windenergieanlagen abschalten, bis wissenschaftlicher Konsens herrscht, dass es nicht an den Windturbinen liegt. Das kann aber dauern.

Vielleicht hat das Ministerium doch recht, dass man da nicht forschen muss, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Expert(is)en

In der Frankfurter Rundschau wird zur Stromversorgung immer gerne die «Energieexpertin» Prof. Claudia Kemfert interviewt. Ich kenne kaum eine Person in dem Expertenkreis, der so wenig von der Stromversorgung versteht wie Frau Kemfert.

Sie fordert eine Emissionsobergrenze für CO2, damit die Energieversorger bevorzugt neue effiziente Kohlekraftwerke laufen lassen und nicht die alten mit schlechtem Wirkungsgrad. Frau Kemfert unterstellt also den Energieversorgern, dass sie so blöd sind, dass sie nicht merken, dass man mit neuen Kraftwerken den Strom billiger erzeugen können als mit alten. Da fragt man sich doch, warum viele alte Kohlekraftwerke abgeschaltet wurden und Milliarden Euro in den Bau von effizienteren Kraftwerken investiert worden sind.

Als nächstes behauptet sie, dass erneuerbare Energien sich gegenseitig ergänzen und damit keine Gefahr von Blackouts besteht. Da die Sonne ja bekanntlich nachts nicht scheint, gibt es also nachts keine Windstille. Der andere Experte A. Hofreiter hatte kürzlich behauptet, dass das sogar wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Ich würde beiden Experten nicht empfehlen früher aufzustehen, sondern mal lieber später ins Bett zu gehen und stattdessen im Sommer einen Nachtspaziergang zu machen. Vielleicht geht ihnen dann im Dunkeln ein Licht auf.

Ökonomisches Nullsummenspiel?

Wir sind alle durch unsere Ausbildung und berufliche Tätigkeit in unserem Denken geprägt. Man nennt das auch «deformation professionelle». Ich bin einmal durch einen Kollegen darauf hingewiesen worden, dass ich Zusammenhänge überprüfe, in dem ich das Verhalten unter Extrembedingungen betrachte.

Das ist typisch für Physiker. Ich lese gerade ein Buch über Kosmologie, in dem der Autor behauptet, dass die allgemeine Relativitätstheorie nicht das Ende vom Lied sein kann, weil es beim «Urknall» zu einer Singularität führt, d.h. es wird etwas unendlich groß, was nicht sein kann.

Manche Menschen glauben, dass es Reiche gibt, weil es Arme gibt und zitieren zum Beweis Bertold Brecht. Wenn Reichtum entsteht, weil gleichzeitig Armut entsteht, dann bedeutet das, dass die Summe aus dem Reichtum und der Armut immer konstant ist.

Jetzt kommt die deformation professionelle. Das Extrem ist die Jungsteinzeit. Nach obiger Theorie besitzen Arme und Reiche heute zusammen genauso viel wie die Armen und Reichen in der Jungsteinzeit. Offensichtlich ist das absurd. Irgendetwas kann an der Theorie also nicht stimmen.

Was kostet der Deich?

Ich habe im Internet eine Aufzeichnung von der letzten Klimakonferenz in Kattowice gefunden.

Ein englischer Forscher hat die Ergebnisse seiner Studien präsentiert. Es ging unter anderem darum, welcher Effekte ein Wirbelsturm in Bangladesh hat unter der Berücksichtigung des Meeresspiegelanstiegs. Es wurde gezeigt, dass es immer schlimmer wird, wenn der Meeresspiegel steigt. Das ist natürlich zu erwarten, aber interessant waren natürlich die Zahlen, wie viel Land und wie viele Menschen es betrifft.

Ein Punkt wird aber nie erwähnt. Welchen Effekt hätte der Bau eines Deiches? Wie viel würde ein solcher Deich kosten und wie lange würde es dauern ihn zu bauen. Irgendwo habe ich von Baukosten von 4 Mrd. Euro gelesen.

Schema F

Wenn man die Literatur der Anthropologen und Rassentheoretiker liest, so trifft man immer wieder auf die gleiche Argumentation. Die vermessenen Schädel lassen keine Rückschlüsse auf die Rasse zu, weil die Daten zu sehr schwanken. Dies führt aber nicht dazu, dass die Rassentheoretiker annehmen, dass ihre Theorie falsch ist. Man ist sich sicher, dass die Theorie richtig ist und man müsse einfach mehr Schädel vermessen, dann würde sich schon zeigen, dass die Theorie bestätigt würde.
Ich las vor kurzem einen Artikel eines Professors der Pädagogik zur Frage, ob Intelligenz vererbbar sei.
Er hält den Einfluss der Gene für gering. Vollkommen anders sehen das die Genetiker. Sie geben zwar zu, dass ihre Experimente noch nicht belegen können, dass Intelligenz vererbbar ist, aber das liege nur daran, dass man noch nicht genug Daten habe.
Man erkennt das Schema. Woran liegt das? Ist es ein Problem der Genetiker, denn Rassentheoretiker waren auch Genetiker oder ist es ein generelles Problem, dass Theorien nicht widerlegt werden, sondern verschwinden, weil ihre Vertreter aussterben?