Auch Du, mein Bruder

Greta Thunberg sagt, dass man ihre Kindheit gestohlen hat.

Nichts was ich in meinem Leben getan habe, habe ich getan, um den Klimawandel zu stoppen. Ich fahre zwar wenig Auto und auch nur ein kleines Auto, aber nicht wegen des Klimawandels. Habe daher auch ich ihre Kindheit gestohlen?

Vor kurzem las ich von einem Psychologen, dass man die Psyche von Kindern beschädigt, wenn man ihnen Angst macht. Greta Thunberg wurde ihre Kindheit gestohlen, weil sie in Angst lebt. Die Ursache ihrer Angst ist der Klimawandel.

Jetzt haben die meisten Kinder aber keine Angst vor dem Klimawandel. Vielleicht weil ihre Eltern ihnen keine Angst vor dem Klimawandel machen. Vielleicht hat Greta Thunberg ja Angst, weil ihre Eltern Aktivisten sind und ihr Angst vor dem Klimawandel gemacht haben.

Greta Thunberg lebt in Schweden. Schweden ist eins der Länder, das vom Klimawandel profitieren wird.

1 Gedanke zu „Auch Du, mein Bruder

  1. Bei Greta Thunberg kommt noch hinzu, dass Menschen mit Asperger Syndrom dazu neigen, sich stärker als andere auf ein Thema zu fokussieren und dann den Rest der Welt/des Lebens aus ihren Gedanken auszublenden. Das gibt der jungen Frau die Hartnäckigkeit und Unbeirrbarkeit, die sie dazu befähigen, eisern am Ball zu bleiben. Es führt bei Kindern und Jugendlichen aber auch leicht dazu, dass sie nicht wie ihre AltersgenossInnen ab und zu anderen Aktivitäten nachgehen, um sich vielseitig zu erproben, oder sich bei altersgemäßen Vergnügungen zu zerstreuen.
    Das führte wahrscheinlich dazu, dass Gretas Kindheit und Jugend von dieser von den Eltern eingepflanzten Zukunftsangst dominiert, ja geradezu vergiftet wurde.
    Auch wenn ihre Mahnungen bezüglich der Gefahren der Klimaveränderungen wahrscheinlich berechtigt sind, halte ich es in ihrem Fall für überzogen, der älteren Generation pauschal vorzuwerfen, sie habe Ihre Kindheit zerstört. Denn in dieser Zeit hat sie ja noch kaum unter realen Klimaveränderungen gelitten.

    Gut finde ich an der FFF-Bewegung, dass sie Jugendliche dazu gebracht hat, sich wieder mehr für gesellschaftliche Themen zu interessieren, anstatt lediglich Konsumzwängen hinterherzulaufen, die trendige Kleidung, teure Markenprodukte oder gar Körperoptimierung mithilfe von Medikamenten oder plastischer Chirurgie zum Lebensinhalt erklären.

    Wir können uns darüber freuen, wenn diese jungen Leute die Chance zur Mitgestaltung ihrer Zukunft ergreifen und sich in Parteien und NGOs engagieren. Damit können sie in wenigen Jahren hoffentlich beweisen, dass ihnen die Gestaltung der Welt besser gelingt als den Generationen ihrer Eltern und Großeltern.
    Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass ihnen das gelingen möge.

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