Archiv für den Monat: Januar 2022

Ja mach Dir einen Plan…

Der Bundeswirtschaftsminister hat seine Pläne für den Ausbau der erneuerbaren Energien bekanntgegeben. Ich rechne solche Pläne gerne selbst auf Plausibilität durch.

Ich nehme die Zahlen aus dem Jahr 2020 und extrapoliere auf das Jahr 2030 nach den Vorgaben des Ministers.

Bei den Biomasse- und Hydrokraftwerken wird sich nicht viel ändern. Also nehme ich die Zahlen von 2020 (Biomasse 40 TWh, Hydro 26 TWh) auch für das Jahr 2030.

54,1 GW Solaranlagen haben 2020 46 TWh erzeugt. Sie soll auf 200 GW ausgebaut werden. Also nehmen wir für 2030 200/54,1×46 = 170 TWh.

54,8 GW Onshore-WKA haben 103 TWh erzeugt. Sie sollen auf 100 GW ausgebaut werden.

Für 2030 erhalten wir damit 188 TWh.

7,74 GW Offshore-WKA haben 26 TWh gebracht. Der Ausbau auf 30 GW bringt uns rechnerisch 105 GW.

In der Summe erhalten wir 2030 (40 + 26 + 170 + 188 + 105) = 529 TWh.

Wie viel 80% der Stromerzeugung sind, hängt natürlich davon ab, wie viel 100% sind. Das Ministerium gibt eine Bandbreite an und errechnet daraus eine Zielkorridor von 544 – 600 TWh.

Dieser wird aber nach meiner Rechnung nicht erreicht.

Meine Rechnung setzt voraus, dass der erzeugte Strom sofort verbraucht werden kann. Dies ist bei den großen Erzeugungsleistungen aber nicht der Fall. Dafür sind 10 GW Elektrolyseure vorgesehen. Bei der Speicherung und Umwandlung in Strom treten jedoch Verluste auf, die die 529 TWh weiter reduzieren.

10 GW Elektrolyseleistung reicht aber nicht immer aus, um den überflüssigen Strom aufzunehmen. Es wird auch Strom abgeregelt werden müssen. Damit werden die 529 TWh noch weiter reduziert.

Mit diesem Plan erwarte ich, dass 80% Strom aus EE nicht erreicht werden.