Archiv für den Monat: Dezember 2020

Determinismus?

Die meisten Philosophen und wohl auch Physiker sind vom Determinismus überzeugt. Vereinfacht gesagt, bedeutet dies, dass der Lauf der Welt vorbestimmt ist und der freie Wille eine Illusion ist.

Dies ist eine Frage, die mich von Zeit zu Zeit immer wieder beschäftigt.

1. Wenn alles vorbestimmt, dann muss das doch zu einem Fatalismus führen, ist oft die erste Reaktion.

Warum sollte ich etwas tun, wenn sich dadurch doch nichts ändert?

Dies ist jedoch ein Denkfehler. Denn der Entschluss zum Fatalismus setzt einen freien Willen voraus.

2. Der Determinismus hat seltsame Folgerungen. Es ist ja noch verständlich, dass es durch die Naturgesetze vorbestimmt ist, dass ich heute Abend zu viel Wein trinken werde. Aber wieso legen die Naturgesetze fest, dass ich es morgen bereuen werde? Zu mindestens wäre dies ein Hinweis darauf, dass hinter den Naturgesetzen kein intelligentes Design steckt.

Tut mir leid. Keine Wahl.

Die meisten Philosophen und wohl auch Physiker sind vom Determinismus überzeugt. Vereinfacht gesagt, bedeutet dies, dass der Lauf der Welt vorbestimmt ist und der freie Wille eine Illusion ist.

Dies ist eine Frage, die mich von Zeit zu Zeit immer wieder beschäftigt.

1. Wenn alles vorbestimmt, dann muss das doch zu einem Fatalismus führen, ist oft die erste Reaktion.

Warum sollte ich etwas tun, wenn sich dadurch doch nichts ändert?

Dies ist jedoch ein Denkfehler. Denn der Entschluss zum Fatalismus setzt einen freien Willen voraus. Wenn ich keinen freien Willen, kann ich mich auch nicht dazu entscheiden, Fatalist zu werden. Ich bleibe, wer und was ich bin.

2. Der Determinismus hat seltsame Folgerungen. Es ist ja noch verständlich, dass es durch die Naturgesetze vorbestimmt ist, dass ich heute Abend zu viel Wein trinken werde. Aber wieso legen die Naturgesetze fest, dass ich es morgen bereuen werde? Zu mindestens wäre dies ein Hinweis darauf, dass hinter den Naturgesetzen kein intelligentes Design steckt.

Ungleichgewicht der Guten

Im kalten Krieg galt die Doktrin Frieden durch Abschreckung („Gleichgewicht des Schreckens“). Sie besagt, dass beide Seiten keinen Krieg beginnen, wenn die Gegenseite immer noch die Möglichkeit zum Gegenschlag hat. Wer zuschlägt, hat also das Risiko der Gefährdung der eigenen Soldaten bzw. Zivilisten.

Dieses wurde zwar kritisiert, aber von allen Militärs und Militärexperten für richtig gehalten.

Zurzeit wird die Anschaffung von Drohnen für die Bundeswehr diskutiert. Die Befürworter (Militärexperten) argumentieren, dass mit Drohnen die eigenen Soldaten nicht in Gefahr gebracht werden. Nach der Abschreckungsdoktrin wären Drohnen daher eine gute Angriffswaffe.

Nur gut, dass wir die Guten sind und nicht angreifen wollen.

Exponentiell langsam

In den Medien ist es sehr beliebt von exponentiellem Wachstum zu reden, wenn man vor etwas warnen will, dass sehr schnell kommen kann. Da die meisten vergessen haben, was sie in der Schule über die Exponentialfunktion gelernt haben, hört sich das schon mal bedrohlich an.

Eine zeitabhängige Exponentialfunktion, um die es hier geht, ändert sich in einem konstanten Zeitintervall immer um den gleichen Faktor. In einer bestimmten Zeit verdoppelt sich die Größe immer.

Ob das Szenario bedrohlich ist, hängt aber vom Zeitintervall ab.

Nehmen wir mal an, dass die Zahl der Wölfe in Niedersachsen exponentiell zunimmt. Wenn sich die Zahl der Wölfe täglich verdoppelt, haben wir ein Problem. Wenn sie sich jedes Jahr verdoppelt, haben wir irgendwann ein Problem. Wenn sie sich alle 1000 Jahre verdoppelt, haben wir kein Problem.

Exponentielles Wachstum kann also auch sehr harmlos sein.

In der Natur gibt es auch exponentiellen Zerfall, z. B. bei radioaktiven Elenenten.

Uran 239 zerfällt so schnell, dass nach 27 Minuten nur noch die Hälfte da ist. Von Uran 238 ist nach 4,5 Milliarden Jahren immer noch die Hälfte da. Beides zerfällt exponentiell. Das eine exponentiell schnell, das andere exponentiell langsam.