Archiv für den Monat: Juni 2020

Geschäftsmodell Ladesäule

An unserem Bahnhof gibt es zwei Parkplätze mit Ladesäulen. Während des Tages sind diese Parkplätze wie fast alle Parkplätze belegt. Ich vermute, dass Pendler, die von den Dörfern kommen, bis zu uns fahren, ihr Auto parken und die letzten 15 Kilometer mit dem Zug fahren. Abends sind die Parkplätze zum größten Teil unbesetzt.

Was bedeutet das für den Betreiber der Ladesäulen, wenn zwei Autobesitzer dort 8 Stunden parken?

Die Batterien der Autos werden morgens wohl kaum vollständig leer sein. Nehmen wir mal an, dass 10 kWh (entspricht etwa 50 km Fahrstrecke) nachgeladen werden. Im Schnitt kostet eine kWh an der Ladesäule in Deutschland 0,45 Euro. Es wird als für 4,5 Euro pro Tag getankt.

Nehmen wir mal an, dass der Betreiber 10% Gewinn macht. Dann verdient er 0,45 Euro pro Tag («Kleinvieh macht auch Mist.»). Eine Ladesäule mit Installation kostet sicher 10’000 Euro. Damit hat sich die Ladesäule nach 10’000 / 0,45 = 22’000 Tagen = ca. 60 Jahren amortisiert.

Wenn Menschen zögern in Ladesäulen zu investierten, zeigt sich, dass wirtschaftlicher Sachverstand doch nicht so selten ist, wie man meint.

Das Modell, dass die Leute ihre Autos während der Arbeitszeit aufladen, scheint nicht zu funktionieren.

Wenig Wind und viel Sonne

Bei den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur für Wind- und Sonnenenergie ist das Bild immer dasgleiche.

Bei der Windenergie sind die Volumen nur zu ca. 50% ausgeschöpft. Solaranlagen sind immer gewaltig überzeichnet.

Für beide gilt, dass die Preise schon seit geraumer Zeit nicht mehr fallen.

Von den Vertretern der Energiewende wird dauernd behauptet, dass die Kosten für Wind- und Solaranlagen permanent fallen. Wenn die Preise dagegen gleich bleiben, dann steigen offentsichtlich die Gewinne. Nur für wen?

Denn sie wissen nicht,…

Als Politiker hat man grob gesagt zwei Möglichkeiten:

  1. Man macht, was man für richtig hält. Beispiel: Gerhard Schröder

Dann erhält man den Vorwurf, dass man keine Rücksicht auf den Willen der Wähler nimmt.

  • Man hört auf das Volk und macht, was die Leute wollen. Beispiel: (häufig, nicht immer) Angela Merkel

Dann kommt der Vorwurf, dass man sein Fähnchen nach dem Wind dreht.

Egal was man macht, man muss sich von den Journalisten, Kabarettisten, etc. anpinkeln lassen und von Vollpfosten sogar bedrohen lassen.

Wenn ich meine berufliche Karriere mit der eines durchschnittlichen Politikers vergleiche, dann muss ich sagen, dass ich in der Industrie mehr verdient habe und ich mich von niemanden anpinkeln lassen musste, sondern immer respektvoll behandelt wurde.

Darum findet man in der Politik auch wenige Leute aus der Wirtschaft. Dann werden Entscheidungen wie der «Lockdown» gefällt, ohne dass man weiss, was man damit anrichtet.

Arroganz und Paranoia

Ich benutze seit Jahren regelmässig Skype (mit Video) und in all den Jahren ist es nicht einmal abgestürzt oder die Verbindung wurde unterbrochen.

In diesem Online-Semester benutzen wir eine andere Software und man fliegt öfter mal raus.

Die Universität sagt, dass sie aus Datenschutzgründen keine kommerzielle Software einsetzen kann.

Die gesamte Industrie weltweit benutzt Programme von Microsoft, SAP, Oracle etc. und sieht diese Probleme nicht.

Welchen Daten hat denn die Universität, die so streng geschützt werden müssen? Die personenbezogenen!! Die Universität hat von mir meinen Namen, meine Adresse und mein Alter, so wie überflüssigerweise meinen akademischen Grad. Wenn diese Daten irgendjemand bekannt werden, habe ich natürlich ein Problem.

In der Industrie haben hauptsächlich die Entwicklungsabteilungen Angst vor Datenklau. Meine Ex-Kollegen haben sich immer eingeschlossen, damit sie nicht von Siemens ausspioniert werden.

Ich habe mal jemanden gefragt, ob wir versuchen, Siemens auszuspionieren. Die Antwort war nein, denn was sollten wir denn von denen lernen. Wir sind eh besser. Die gleiche Antwort würde man vermutlich bei Siemens auch erhalten. Mischung aus Arroganz und Paranoia?

Kürzlich erzählte mir eine ältere Dame (Akademikerin), dass sie zu ihrem Entsetzen festgestellt habe, dass der Bankangestellte sich ihr Konto ansehen konnte, obwohl sie ihm ihre PIN nicht genannt hatte.

Ich habe ihr zu erklären versucht, dass die Bank schon wissen müsste, was auf den Konten passiere. Überzeugt habe ich sie nicht.

Datenschutz gilt übrigens nicht für Tote. Sobald man tot ist, dürfen alle Daten der Person veröffentlicht werden. Wie sollte ein Toter auch seine Zustimmung signalisieren? Daher fallen die personenbezogenen Daten auf Grabsteinen nicht unter den Datenschutz.

Home office

Menschen im Büro arbeiten unterschiedlich schnell. Besonders groß sind die Unterschiede, wenn Texte erstellt werden müssen. Es gibt noch viele die mit dem Zwei-Finger-Suchsystem arbeiten und auf ca. 40 Anschläge pro Minute kommen. Ich habe Ingenieure gesehen, die im gleichen Büro 4 bis 6mal schneller waren. Diese dürfen aber nicht früher nach Hause gehen. Sie bekommen einfach vom Chef mehr zugeteilt. Das stört keinen, da man ja soundso im Büro ist.

Beim Home Office (früher hieß das Heimarbeit) könnte es Probleme geben, wenn der eine Mitarbeiter schon mittags sein Pensum erledigt hat und der andere noch abends an der Arbeit sitzt.

Spätestens wenn die Kinder des zweiten ihn fragen, warum sein Kollege immer schon nachmittags im Schwimmbad ist und er nie Zeit für sie hat.