Gemixt

170 Wissenschaftler haben einen offenen Brief an die EU-Kommission geschrieben, in dem sie darlegen, dass die Berechnung der CO2-Emissionen für E-Autos falsch ist.

Leider haben sie es in einer professoralen Art geschrieben, die kein Laie versteht und auch noch mit einer Empfehlung für E-Fuels gemischt.

Ich habe mir schon länger überlegt, einfach mal selbst zu rechnen. Ich habe gelesen, dass der Streit häufig darum geht, welcher Strommix zur Berechnung zu Grunde gelegt werden muss.

Wenn ich (und viele andere auch) mir ein E-Auto kaufe und damit fahre, dann verändere ich aber den Strommix in Deutschland, weil jetzt natürlich ein höherer Bedarf da ist und es werden sicherlich nicht alle Erzeuger proportional mehr Strom erzeugen, um den Strommix konstant zu halten. Man lernt als Physiker, dass Berechnungen nicht gerade einfacher werden, wenn sich mehrere Parameter ändern.

Da ich natürlich kein großes Experiment machen kann, nehme ich mir Albert Einstein zum Vorbild (immer ein guter Ratschlag) und mache ein Gedankenexperiment.

Ich nehme an, dass ich ein Auto habe, dass 6 l Diesel auf 100 km verbraucht und ein E-Auto, dass 20 kWh braucht auf 100 km.

Jetzt versuche ich auszurechnen, was passiert, wenn ich mit den beiden Autos 100 km fahre.

Ein Liter Diesel verbrennt zu 2,64 kg CO2, also 6 * 2,64 = 15,84 kg CO2 für meine 100 km Fahrt.

Mit dem E-Autos wird es etwas schwieriger zu rechnen. Ich lade 20 kWh in meinen Akku. In den meisten Studien wird mit dem durchschnittlichen oder einem zukünftigen Strommix gerechnet. Wenn der Strommix konstant bleiben soll, muss also das Kohlekraftwerk, das Gaskraftwerk, die Biogasanlage, die Windturbine, das Wasserkraftwerk und die Solaranlage anteilig gemäss Strommix mehr Strom liefern. Aber wie machen die das? Für die fossilen ist das einfach. Die werfen mehr Kohle rein oder drehen das Gasventil auf. Für die EE gibt es keine Möglichkeit.

Folglich werden meine 20 kWh vermutlich in einem fossilen Kraftwerk erzeugt.

Für 20 kWh emittiert ein Braunkohlekraftwerk 23 kg CO2, ein Steinkohlekraftwerk 16 kg CO2 und ein GuD-Kraftwerk 8 kg CO2.

Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass der Diesel mehr braucht und das E-Auto weniger.

Wo befindet sich «der break-even-point»?

Bei Braunkohlestrom entspricht 1 l Diesel 2,3 kWh, bei Steinkohlestrom 3,3 kWh und bei GuD 6,6 kWh.

Solange es noch Kohlekraftwerke gibt, ist es also für die Umwelt besser, wenn ich den Diesel nehme.

Jetzt kommt das Frauenhofer Institut und sagt, dass es das beste sei, man erzeuge seinen Strom mit einer Photovoltaikanlage auf dem Hausdach.

Ich habe aber zwei Möglichkeiten für meinen PV-Strom. Ich könnte mein E-Auto damit betreiben oder den Strom in das Netz einspeisen und damit den CO2-Ausstoss eines Kohlekraftwerkes reduzieren. Wenn ich mein E-Auto damit betreibe, spare ich CO2-Ausstoss, aber wenn ich den Strom ins Netz einspeise, spare ich mehr CO2 ein.

Sind die anderen denn alle blöd? Nein. Man kann durch Variation der Parameter es immer so hinrechnen, dass das gewünschte Ergebnis herauskommt. Man könnte auch argumentieren, dass man ja nicht schlagartig auf E-Auto umstellen kann, wenn das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet wird. Andererseits verlängert jedes neue E-Auto die Laufzeit der Kohlekraftwerke, weil dann neuer EE-Strom nicht vollständig zur Kompensation des Kohlestrom genutzt werden kann.

Es kommt auch manchmal das Argument, dass der Strom immer aus dem nächsten Generator kommt und der muss nicht zwangsweise in einem Kohlekraftwerk stehen. Das spielt hier aber keine Rolle, da in meinen Betrachtungen immer nur geschaut wird, wie sich der CO2-Ausstoss Deutschlands in den verschiedenen Szenarien ändert. Nimmt durch mein Akkuladen der CO2-Ausstoss zu, spielt es keine Rolle, wo dies stattfindet.

Wie sind es dann mit einer Wärmepumpe aus? Schau’n mer mal!

Wir verbrauchen ca. 20’000 kWh Gas zur Heizung und Warmwasserbereitung (Teewasser, was bei Ostfriesen keine vernachlässigbare Größe ist, ausgeschlossen). Wenn wir eine Wärmepumpe installieren, steigt unser Stromverbrauch dann um 20’000 / 3.5 = 5700 kWh. Wenn wir den aus Braunkohle holen, sind das 6600 kg, bei Steinkohle immer noch 4600 kg und bei einer GuD-Anlage 2300 kg.

Unsere Gasheizung verbrennt etwa 1300 kg Erdgas (CH4) zu 3400 kg CO2.

Auch hier erhält man das gleiche Ergebnis.

Fazit: Wenn man CO2-Emissionen reduzieren will, sollte man Strom mit weniger CO2-Ballast produzieren und ihn ins Netz einspeisen und nicht in neue Verbraucher.

Eigentor von Albert? Nein! Michel!

Michel Friedman hat einen Essay geschrieben zur Debattenkultur. In der NZZ gab einen Kommentar dazu, der folgendermassen begann:

Als Michel Friedman kürzlich einer Person begegnete, die die Existenz der Schwerkraft bestritt, schlug er ein Experiment vor: Zu zweit sollten sie sich in den zehnten Stock eines Gebäudes begeben. Friedman würde dort die Treppen nach unten nehmen, das Gegenüber solle sich vom Balkon stürzen. «Wenn wir uns unten wiedersehen, wissen wir, was Tatsache ist.»

Michel Friedman sieht die Debattenkultur in Gefahr durch Menschen, die einfach offensichtliche Tatsachen leugnen wie zum Beispiel die Schwerkraft.

Herr Friedman redet hier aber über Dinge, von denen er keine Ahnung hat. Gemäss der allgemeinen Relativitätstheorie (A. Einstein 1915) ist die Gravitation keine Kraft, sondern eine Illusion. Was für Herrn Friedman für eine offensichtliche Tatsache ist, ist für Physiker eine Illusion.

Es gibt ein Youtube-Video, in dem das gut erklärt wird (auf Englisch): Why Gravity is NOT a Force – YouTube

Es ist also gar nicht so einfach mit den Tatsachen und den Meinungen. Nur weil wir es glauben und es uns (in der Schule) erzählt wurde, ist es noch lange keine Tatsache.

In einer Philosophie-Vorlesung machte der Professor eine Bemerkung, die mich zu der Bemerkung provozierte, dass die Schwerkraft eine von Newton erfundene Illusion sei.

Die Antwort des Professors war, dass ich als nächstes wohl behaupten würde, dass die Erde flach sei. Da ich sah, dass mein Ruf jetzt wahrscheinlich ruiniert ist, schob ich noch die Bemerkung «In erster Näherung, ja» nach.

Wer heute öffentlich etwas behauptet, was schon seit über 100 Jahren Stand der Wissenschaft ist, verbreitet Fake-News, leugnet Tatsachen und gefährdet die Debattenkultur?

Is nich wahr

In einem Interview in der ZEIT stellt der Journalist folgende Frage:

«Können wir es schaffen, als Gesellschaft zu einem Punkt zurückzukehren, an dem es nur noch eine Wahrheit gibt und nicht so viele, wie wir sie derzeit erleben?»

Das Bild einer idealen Gesellschaft der ZEIT ist also eine Gesellschaft, in der es nur eine Wahrheit gibt. Mir wird angst und bange. Da es jedoch nicht selbstevident ist, was jetzt gerade die Wahrheit ist, muss jemand entscheiden, was die Wahrheit ist. Wer soll das sein? Die Faktenchecker, das Ministerium für Wahrheit oder die ZEIT? Wenn jemand die Wahrheit verkündet, gibt es nichts mehr zu diskutieren. In einer Diktatur ist es klar, wer entscheidet, was die Wahrheit ist.

Was will der Journalist uns sagen? Zurzeit gibt es viele Wahrheiten und er möchte aber nur eine Wahrheit oder meint er nur, dass viele behaupten, ihre Aussagen seien wahr und die unterschiedlichen Wahrheiten widersprechen sich?

Mein Problem fängt damit an, dass mir gar nicht klar ist, was Wahrheit ist. Die (analytischen) Philosophen haben gleich mehrere konkurrierende Wahrheitstheorien.

Das nächste Problem besteht darin, wie ich erkenne, dass etwas wahr ist. Im ersten Moment meint man, dass das doch trivial ist. Es ist etwas wahr, wenn es der Fall ist.

Es ist wahr, dass es jetzt regnet, wenn es jetzt regnet. Wie stellt man fest, dass es regnet? Für einen sind es nur ein paar Tropfen, die gefallen sind. Für jemand anders hat es geregnet (wenn auch nur wenig). Wir verwenden in unserer Sprache häufig vage Ausdrücke, wenn wir sonst gar keine Aussagen machen könnten, z.B. «Das Auto ist schnell gefahren.» Ist die Aussage wahr?

Für den einen ja, für den anderen nein. Aber Wahrheit ist absolut. Sie kann nicht von der Person abhängen.

Nach J. Habermas erkenne ich die Wahrheit in einem idealen Diskurs. Ein idealer Diskurs liegt vor, wenn der ‘zwanglose Zwang des besseren Arguments’ herrsche. Woran erkenne ich das bessere Argument? Daran, dass es wahr ist. (?) Das hilft mir auch nicht weiter.

In der katholischen Kirche gibt es das Dogma, dass der Papst, wenn er ‘ex cathedra’ spricht, unfehlbar ist, also die Wahrheit sagt. Alle Päpste waren bisher so schlau, sich nicht darauf zu berufen.

Das schöne an der Physik und an den Naturwissenschaften im allgemeinen ist, dass es dort nicht um Wahrheit geht.

Gepumpt im Sinne von geliehen?

Man möchte gerne, dass alle Menschen ihre Gasheizung auf eine Heizung mit Wärmepumpe umstellen. Durch den CO2-Preis (so heißt die Steuer) sollen wir «motiviert» werden.

Unsere Heizung stösst im Jahr 4 t CO2 aus.

Die Betriebskosten für die Gasheizung und für eine Wärmepumpe sind zurzeit etwa gleich. Es kommt hier nur auf die ungefähre Größe an.

Die Investitionskosten für die Wärmepumpe müssen also durch nicht gezahlten CO2-Preis reingeholt werden. Dazu werden die Betriebskosten der Gasheizung durch den CO2-Preis erhöht.

Wie hoch muss der CO2-Preis sein, damit wir richtig «motiviert» sind?

Die Investitionskosten für eine Wärmepumpe schätze ich zu 12’000 Euro ab. Das ist eher im niedrigen Bereich. Eine kritische Eingabe ist die Amortisationszeit. Statistisch habe ich noch 12 Jahre zu leben und die Erben will man ja nicht belasten. Also nehme ich mal 12 Jahre.

Da heißt, dass der CO2-Preis für uns mindestens 1000 Euro, also 250 Euro pro Tonne CO2 betragen muss.

Das ist aber nicht geplant, weil das für viele Menschen nicht bezahlbar ist und die Industrie «motiviert» Deutschland zu verlassen.

Das funktioniert wohl nicht. Dann muss die Wärmepumpe eben gefördert werden!

Wo kommt die Förderung her? Entweder aus dem Steueraufkommen oder aus der Notenpresse (= Steueraufkommen künftiger Generationen).

Ich schaffe es einfach nicht, den Steuerungseffekt des CO2-Preises zu begreifen.

Steuerung durch Steuern funktioniert, wenn ich eine höchstens gleich teure Alternative habe. Habe ich aber nicht.

Ist ein Verbot der Gasheizung da nicht die ehrlichere Variante?

Gute Wahl

Ich wollte wieder mal etwas nachrechnen. Wenn ich das Erdgas, dass durch Nord Stream 2 fließen soll, tiefgekühlt in Tankwagen transportieren will, wie viele Tankwagen benötige ich dafür?

Nord Stream 2 hat eine Kapazität von 55 Mrd Kubikmetern pro Jahr und ein Tankwagen fasst 111 Kubikmeter. Nur ist das Gas in der Pipeline gasförmig unter hohem Druck und im Tankwagen flüssig.

Es wäre schön, wenn die Kapazität als Gewicht angegeben würden. Das ist auch in der Gasindustrie üblich. Die Einheit heißt Normkubikmeter oder auch Standardkubikmeter (falsche Übersetzung aus dem Englischen).

Die meisten Menschen, auch viele Ingenieure glauben, dass ein Normkubikmeter eine Volumeneinheit ist. Sogar bei Wikipedia steht es falsch.

Ein Normkubikmeter Gas bleibt ein Normkubikmeter, auch wenn man das Gas verdichtet oder verflüssigt wird. Ein Normkubikmeter Gas ist eine Menge Gas in einem Kubikmeter Volumen bei Normbedingungen (0°C, 1013 hPa). Es ist also die Maßeinheit für eine Menge und eine gewisse Menge eines Stoffes hat eine bestimmte Masse. Der Energiegehalt des Erdgases hängt aber an der Masse und nicht am Volumen. Deshalb transportiert Nord Stream 2 55 Mrd. Normkubikmeter (Nm3) Gas und nicht 55 Mrd Kubikmeter.

Jetzt können wir rechnen. 1 Nm3 Erdgas hat einen oberen Heizwert von 11 kWh. 1 m3 flüssiges Erdgas hat einen Heizwert von 7000 kWh.

Nord Stream 2 transportiert 55 Mrd. * 11 kWh = 605 Mrd. kWh. Ein LNG-Kesselwagen (Bahntransport) enthält 111 * 7000 kWh = 770’000 kWh.

Damit benötigt man pro Jahr ca. 800’000 Kesselwagen. Ein Kesselwagen ist ca. 25 m lang. Damit ergibt sich ein Zug von 20’000 km Länge. Ein Zug darf maximal 740 Meter lang sein. Daher braucht man 27’000 Züge, 3 Züge pro Stunde.

Statt Nord Stream 2 eine Eisenbahnlinie zu bauen, scheint keine Alternative zu sein. Auch der LNG-Transport per Schiff und dann eine Weiterverteilung per Bahn funktioniert wohl nicht.

Eine Pipeline ist wohl die beste Lösung, deshalb haben die Ingenieure sie auch gewählt.

Welche 12%?

Im Impfzentrum Friesland fiel einer Krankenschwester eine Ampulle mit Impfstoff auf den Boden und zerbrach. Sie traute sich nicht, dies zu melden. Warum sie sich nicht getraut hat, ist nicht von öffentlichem Interesse.

Um die Sache zu vertuschen, ersetzte sie den Impfstoff durch harmlose Kochsalzlösung. Sie konnte aber nicht verfolgen, welche Impflinge die Kochsalzlösung bekommen hatte.

Sie hatte aber ein schlechtes Gewissen und sprach mit einer Kollegin darüber und der Vorfall wurde gemeldet. 6 von 119 Impfling:innen dieses Tages waren also gar nicht geimpft worden. Aber welche:innen? Man kam auf die naheliegende Idee bei allen 119:innen zu testen, ob sie Antikörper gebildet hatten. Man fand aber erstaunlicherweise 22 Personen ohne Antikörper. Man kann wohl annehmen, dass die 6 unter den 22 sind.

Das heisst aber, dass bei 14 von 119 Personen (das sind die 12%) die Impfung keine Bildung von Antikörpern angeregt hat. Bedeutet das, dass sie auch nicht durch die Impfung nicht geschützt sind?

Alle 22 werden jetzt nochmal geimpft. Es wäre doch interessant zu wissen, ob nach der zweiten Impfung alle Antikörper gebildet haben oder ob manche Menschen resistent gegen diese Impfung sind. Aber nur weil ich wieder alles genau wissen will, wird man es wohl kaum machen.

Es gibt einen Witz, der lautet: „Woher weiß man, dass jemand Veganer ist?“ Antwort: „Er sagt es einem.“

Der gleiche Witz funktioniert jetzt auch für Geimpfte. Dabei fällt mir auf, dass viele Geimpfte Reaktionen zeigen wie Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, etc.. Aber es gibt auch Menschen, die gar keine Reaktionen zeigen. Sind das diejenigen bei denen die Impfung keine Bildung von Antikörpern angeregt hat?

Ich bin kein Experte. Vielleicht sind Antikörper gar nicht notwendig für einen Schutz.

Update: ich habe gelernt, dass die Antikörper nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden. Es gibt aber Gedächtniszellen, die sich merken, wie die Antikörper aussehen müssen. Antikörper werden einfach „on demand“ produziert.

Infantil

Vor einem Jahr (oder vor zwei) warnte jemand vor der Infantilisierung der Politik. Was gemeint war, habe ich vergessen.

Was ich in der Schule gelernt und nicht vergessen habe, ist, dass man, um Ironie zu verstehen, eine gewisse Reife haben muss. Wenn Kinder etwas kaputt gemacht haben und man ihnen sagt, dass sie das aber toll gemacht haben, dann sind sie verwirrt. Es fehlt ihnen die geistige Reife, um Ironie zu verstehen.

Wir wissen ja alle, dass die Bildungseinrichtungen in BaWü die besten der Welt sind nach den bayrischen. Wieso hat dann der B. Palmer das nicht gelernt? Heutigen Schüler könnte man das nachsehen, weil es vielleicht freitags dran war.

Beim Wind nichts Neues

Die Ergebnisse der Auktion vom 1. Februar 2021 wurden veröffentlicht. 1500 MW waren ausgeschrieben. Vergeben wurden nur 691 MW (=46%).

Insgesamt bekamen 155 Projekte einen Zuschlag. Die durchschnittliche Leistung eines Projektes betrug 4,5 MW. Es gab kein Projekt mit mehr als 10 MW.

75% der Zuschläge verteilen sich auf 4 Bundesländer (Schleswig-Holstein 25%; Brandenburg 24%; Nordrhein-Westfalen 17%; Mecklenburg-Vorpommern 9%). Der Rest verteilt sich auf 7 weitere Bundesländer. Das Saarland, die Stadtstaaten und Bayern bekamen keinen Zuschlag.

Das wie Bayern auf Importe angewiesene BaWü erhielt 2%.

Wenn das so weiter geht, kann man die Klimaziele vergessen.

Na dann erhöht man eben die Ziele und die ausgeschriebene Leistung, oder was?

Zum Abgewöhnen

Ich habe gestern Abend wieder einmal eine Talkshow gesehen. Die Phoenix-Runde. Zum Abgewöhnen.

Aber eines war interessant. Eine Bauingenieurin hatte ein paar Zahlen. Es gibt 8 Millionen Gebäude in Deutschland. Ein Viertel (wenn ich das richtig verstanden habe) gehört Rentnern. Sie habe gerade mit einem Rentnerehepaar eine Kalkulation der Sanierung ihres Hauses vorgenommen. Die Kosten betragen 180’000 Euro. Das kann sich das Rentnerehepaar nicht leisten. Ausweg: staatliche Förderung.

Damit war der Punkt abgehakt. Woher das Geld für die staatliche Förderung kommt und ob die zurückgezahlt werden muss, war keine diskussionswürdige Frage.

Zurzeit werden weniger als 1% der Häuser pro Jahr thermisch saniert. Gefordert werden bis zu 4%. Dass man dann 5mal so viele Handwerker braucht, die man aber nicht hat, wurde zwar erwähnt, aber nicht als ein Problem betrachtet. Die Zeit war auch nicht dafür da, weil uns Frau Neubauer nochmal in Erinnerung rufen musste, dass sie Welt sonst bald untergeht.

Besonders der Anstieg des Meeresspiegels sei ein großes Problem. Wenn alle beim Häusersanieren sind und niemand mehr Zeit hat, sich um die Deiche zu kümmern, dann hat sie wohl recht.

Man weiß beim Anschauen nicht, ab man mehr Lachen oder Weinen soll.

Meine Entscheidung: die nächste Talkshow wird erst 2024 angeschaut.