Umzug

Ich habe den Umzug von einer Spedition machen lassen. Bei dieser grossen Entfernung spart man vermutlich nichts, wenn man es selber macht. Die Spedition habe ich über eine Auktion ermittelt. Es gibt im Internet eine Seite «Umzugsauktion.de». Man gibt seine Adressen an und füllt einen Fragebogen aus, welche Dinge zu transportieren sind. Man erhält dann einen Anruf und man kann noch Dinge klären, die im Fragebogen nicht erwähnt sind. Die Anfrage wird dann für eine Woche ins Internet gestellt und Speditionen geben ihre Angebote ab. Zuerst kommen fast keine, aber wenn die Frist endet, kommen mehrere. Ich habe nicht die günstigste Firma genommen, sondern die bei der ich den Eindruck hatte, dass sie Erfahrung mit Umzügen aus der Schweiz hat. Es gibt zwei Besonderheiten bei Umzügen aus der Schweiz. Erstens ist das Umzugsgut zu verzollen und zweitens fällt bei Umzügen aus der Schweiz keine Mehrwertsteuer an. Wir hatten 45 Kubikmeter Umzugsgut abgeschätzt. Vermutlich war es mehr. Die Kosten betrugen 3600 Euro bei einem Transportweg von 850 Kilometern. Die Spediteure brauchen einige Papiere, damit sie das Umzugsgut durch den Zoll bringen können. 1. Eine Kopie des deutschen Passes oder Ausweises 2. Eine Liste mit dem Umzugsgut. Ich habe einfach die Liste aus dem Internet-Fragebogen genommen. 3. Eine Abmeldebescheinigung. Dafür scheint es in der Schweiz kein standardisiertes Formular zu geben. In unserer Gemeinde trug es den Titel Hauptwohnsitzbescheinigung 4. Das Formular 0350 Zollanmeldung für Übersiedlungsgut, das man vom Internet runterladen kann (deutscher Zoll). 5. Einen Beleg, aus dem der Zoll ersehen kann, dass man wirklich nach Deutschland zieht. Wenn der Zoll den Verdacht hat, dass man das Umzugsgut in Deutschland verkaufen will, verlangt er 19% Einfuhrumsatzsteuer. Üblicherweise präsentiert man einen Arbeits- oder Mietvertrag. In unserem Fall habe ich eine Kopie des Kaufvertrages beigelegt. Alle diese Dokumente gibt man den Spediteuren mit.

Autor: Henning

Ich bin in Ostfriesland geboren, habe in Oldenburg Abitur gemacht, in Braunschweig Physik studiert und nach Zwischenstationen in Berlin und Mannheim von 1996 bis 2016 in der Schweiz als Projektleiter im technischen Verkauf gearbeitet.

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