Archiv für den Monat: Oktober 2018

Erst die Kernkraft, dann die Kohle

Die deutsche Energiewende ist bezüglich der Reduktion des CO2-Ausstosses nicht sehr erfolgreich. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Strom aus Wind und Solarenergie zum grossen Teil benötigt wurde, um den Strom aus der Kernenergie zu ersetzen. Der Strom aus Braun- und Steinkohle wurde praktisch nicht reduziert.
Wenn man die Kernkraftwerke beibehalten hätte, wäre es möglich gewesen, den Strom aus der Braunkohle um 40% zu reduzieren.
In den nächsten 4 Jahren schalten die letzten Kernkraftwerke ab. Kann deren Strom durch Windenergie ersetzt werden? Dazu müsste der Windstrom um ca. 70% zunehmen. Die jetzige Zubaurate beträgt aber nur 4% pro Jahr. Damit würde es ca. 15 Jahre dauern bis der Strom aus Kernenergie kompensiert ist. Danach kann man dann mit dem Ausstieg aus der Kohle anfangen.
Für den Klimaschutz war es wohl das Dümmste aus der Kernenergie auszusteigen. Der Weltklimarat (IPCC) war schon immer der Meinung, dass Klimaschutz ohne Kernkraftwerke nicht geht. Dass sich die deutsche Ökologiebewegung gegen den Weltklimarat stellt, ist in Deutschland praktisch unbekannt.

Neue Zeitkonstante

In der Physik gibt es ein Bonmot, dass der erste Fusionsreaktor in 50 Jahren fertig ist und dass diese Aussage unabhängig davon ist, wann sie gemacht wurde.
Ich erwarte mit dem Klimawandel eine ähnliche Aussage. Jetzt heißt es, dass wir noch 10 Jahre Zeit haben, um ihn aufzuhalten. Diese Aussage wird auch in der Zukunft gelten.
Was würde passieren, wenn man plötzlich erkennt, dass man den Zeitpunkt verpasst hat? Warum sollte man dann noch Geld für die Energiewende ausgeben? Warum sollte man dann noch Klimaforschung betreiben?